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Wilhelm Rühlmann Orgel, Opus 320

RuehlmannOrgelOppelhainIm Jahr 1910 erbaute Wilhelm Rühlmann die Orgel als Opus 320.
Er baute eine komplett neue Orgel in das alte Orgelgehäuse der Vorgängerorgel, die von der Orgelbaufamilie Schröther aus Sonnewalde gefertigt wurde.

Die Orgel befindet sich noch immer im originalen Zustand, ohne klangliche oder technische Veränderungen. Im Prospekt (lat. Ansicht) befinden sich stumme Zinnpfeifen.

Der Doppelfaltenmagazinbalg, der auf dem Kirchenboden steht, wird von einem elektrischen Gebläse versorgt. Der Balg ist durch eine Balgkammer geschützt. Die Schöpfertretanlage ist noch immer voll funktionstüchtig.

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Die Orgeln von Wilhelm Rühlmann sind im Bauprinzip der Kegelladen mit pneumatischer Ton bzw. Registertraktur gebaut. Diese Übertragung von Taste zu Ton wird auch Röhrenpneumatik genannt. Durch Blei- bzw. dünne Zinkröhren erfolgt die Übertragung.
Die Orgel verfügt über acht klingende Register, verteilt auf II Manuale und dem Pedal. Der Tonumfang im Manual geht von
C bis f“‘ und im Pedal C-d‘.

 

RuehlmannOrgelOppelhain4Disposition der Orgel:
I. Manual – Hohlflöte 8′, Gambe 8′, Principal 8′, Octave 4′
II. Manual – Liebl. Gedackt 8′, Flaut amabile 4′
Pedal – Subbaß 16′, Gedecktbaß 8′

Die Orgeln von Wilhelm Rühlmann sind sehr solide gebaut und gehören zu den klanglich sowie technisch besten Instrumenten unserer Region.
Rühlmann hatte seine Werkstatt im kleinen Ort Zörbig (heute Saale-Kreis). Sein Werkstattgebäude kann heute noch besichtigt werden.

 

RuehlmannOrgelOppelhain2Wilhelm Rühlmann gehörte seiner Zeit zu den großen deutschen Orgelbauern, die ihre Instrumente nicht nur regional verbauten, sondern auch in anderen europäischen Ländern.

Auch sehr große Orgeln mit pneumatischer Spieltraktur lassen sich hervorrangend spielen, da es keine Probleme mit den Hebelgesetzen wie in der Mechanik gibt.

Jedoch befinden sich in pneumatischen Orgeln zahlreich Lederteile. Jeder Ton wird mit einer Membran oder einem Bälgchen angesteuert, die aus Leder gefertigt sind. Auf Grund ihres Alters sind die Bälgchen nicht mehr winddicht. Damit ist eine fehlerfreie Ton- bzw. Registerübertragung nicht mehr gewährleistet.

 

Notwendige Arbeiten an der Orgel:

  • Komplette Reinigung aller Orgelteile
  • Erneuerung sämtlicher Membranen
  • Überarbeitung der Spiel- bzw. Registertraktur
  • Überprüfung der Windanlage
  • Überarbeitung des gesamten Pfeifenwerkes
  • Intonation und Stimmung
  • Wurmschutzbehandlung